Weinanbaugebiet Medoc

Das weite, flache Gebiet zwischen der Gironde und den Kieferwäldern am Atlantik ist mit seinen warmen Kies- und Sandböden in Verbindung mit ausgleichenden maritimen Einflüssen ein ideales Revier für den Cabernet Sauvignon.

Er herrscht in fast allen Cuvées vor und verleiht den Médocweinen eine eigentümliche Strenge, die bisweilen als aristokratisch bezeichnet wird.

Leider wird der ursprüngliche Bordeauxstil, der in dieser Gegend besonders ausgeprägt war, nur noch in großen Ausnahmefällen gepflegt. Von der Erzeugung eleganter, beinahe delikater Weine mit Alkoholgehalten um 12% ist man auf die Produktion von gefälligen Fruchtbombern mit satten Alkoholgehalten übergegangen. Mit etwas Glück stößt man bisweilen immer noch auf die herrlich altmodischen Médocs, die wir mit Vorliebe anbieten.

 

Das Medoc ist das nördlichste Weinbaugebiet, das zur Region Bordeaux gehört. Das Medoc ist eine Halbinsel zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Mündungstrichter der Flüsse Garonne und Dordogne. Die Halbinsel ist etwa 80 Kilometer lang und an keiner Stelle breiter als 15 Kilometer.

 Das Medoc ist das berühmteste Teil des Bordeaux und zählt zu den besten Weinbaugebieten der Welt. Der Kiesboden und das milde Klima bieten ideale Voraussetzungen für den Weinbau, denn trotz der Nähe zum Atlantischen Ozean ist das Klima nicht feucht, denn durch die vielen Kiefernwälder wird Regen und Wind abgeschirmt.

Unterteilt ist die Appellation Medoc in das Bas-Medoc und das Haut-Medoc. In den beiden Médoc-Gebieten gibt es unterschiedliche Boden-Verhältnisse. In Haut-Médoc sind die Weine durch den besonders kieshaltigen Boden qualitätsmäßig noch höher einzustufen. Sechs Orte bilden innerhalb des Haut-Médoc eigene Appellationen, die den Ortsnamen auf dem Etikett tragen dürfen: Margaux, Moulis, Listrac-Médoc, Pauillac, Saint-Estèphe und Saint-Julien. Alle Weine, die nicht von dort stammen, tragen die Appellations-Bezeichnung „Haut-Médoc", die Weine aus Bas-Medóc „Médoc" oder auch „Bas-Médoc".

Auf einer Rebfläche von ca. 6000 Hektar werden die Spitzen-Rotweine Frankreichs in erster Linie aus Cabernet Sauvignon mit kleinen Zusätzen von Cabernet Franc, Merlot, Verdot und Malbec hergestellt. Die Weine werden aus den typischen Rebsorten im so genannten Bordeaux-Verschnitt hergestellt, wobei in Bas-Médoc der Merlot dominiert.

Die weniger bedeutenden Weißweine werden hauptsächlich aus Sauvignon Blanc gekeltert. Im Jahre 1855 wurden die Weingüter des Medoc nach der so genannten Bordeaux-Klassifizierung eingestuft.

 Seit dieser Zeit hat es nur eine einzige Änderung an der Klassifizierung gegeben und zwar im Jahr 1973, als das Château Mouton-Rothschild von der zweiten in die erste Cru-Classé aufstieg.

 
 

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