Weinanbaugebiet Saint Emilion

In Saint-Émilion, das von der UNESCO im Jahre 1999 als erste Weinbauregion als Weltkulturerbe klassifiziert wurde, sind die Böden kalkiger als in anderen Gebieten.

Außer den steinigen Hängen der Côte finden sich in Hangfußlagen sandige und kiesige Böden und auf dem Plateau vorwiegend Lehmböden. Der Einfluss des Golfstroms tritt in Saint-Émilion weniger stark zutage als im westlich davon liegenden Médoc, das Klima ist von eher kontinentaler Prägung.

Neben Merlot prägt hier vor allem der Cabernet Franc den Weinstil. Es ist wohl vor allem dieser kapriziösen Rebe zu verdanken, dass die Weine von Saint-Émilion die finessenreichsten rechts der Gironde sind. Die Klassifizierung von Saint-Émilion ist eine der wenigen Rangordnungen, die regelmäßig überprüft und erneuert werden.

Die im Osten des Bordeaux gelegene Stadt Saint Emilion, der erste Weinbaubereich der Welt, der in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde, gibt auch dem AC-Weinbaugebiet ihren Namen.

Die etwa 5500 Haktar Rebfläche erstreckt sich über die fünf Gemeinden St-Christophe, St-Émilion, St-Etienne, St-Hippolyte und St-Laurent. Desweiteren zählt ein Teil von Libourne sowie die außerhalb liegenden vier Satelliten-Gemeinden Lussac, Montagne, Puisseguin und Saint-Georges - dies sind eigene Appellationen, die den Ortsnamen mit dem Zusatz Saint-Émilion tragen dürfen zur Appellation Saint Emilion.

In Saint Emilion wird von etwa 1000 Weingütern Wein gekeltert, allerdings haben nur die Rotweine AC-Status. Die Rotweine werden in erster Linie ais Merlot und Cabernet Franc mit Anteilen von Malbec und Cabernet Sauvignon gewonnen.

Die Weingüter in Saint Emilion sind ebenso wie die im Medoc klassifiziert, allerdings ist die Klassifikation in Saint Emilion nicht so starr wie die im Medoc, da sie etwa alle zehn Jahre überarbeitet wird.

 Die erste Klassifizierung erfolgte 1955 und wurde zuletzt 1996 überarbeitet.

 
 

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