Weinanbaugebiet Vin Pays d'Oc

Das Languedoc-Roussillon produziert heute 83 Prozent aller französischen Landweine, die – größtenteils sortenrein – als Vin de Pays d’Oc etikettiert werden.

Die Kategorie der Vins de Pays (Landweine) gibt es erst seit 1973. Aus europäischer Sicht (Verordnung CEE Nr. 822/87 vom 16.3.1987) ist ein Landwein ein Tafelwein mit geografischer Herkunftsangabe. Im Unterschied zum Tafelwein, der ein Verschnitt aus Weinen verschiedener Regionen des Erzeugerlandes sein kann, darf der Landwein aber ausschließlich aus einer Region stammen. Die französische Definition für Landweine geht aber noch weiter: Bestimmte Produktionsregeln, ein amtliches Anerkennungsverfahren, Laboranalysen und Geschmackskontrollen sind vorgeschrieben. Die Kriterien für Landweine sind weniger streng als bei der Qualitätsklasse AOC, insbesondere wird die Verwendung der Rebsorten flexibler gehandhabt.

Bei den Vins de Pays werden drei Klassen unterschieden:

  • Vins de Pays à Dénomination Départementale (mit Departementsbezeichnung), z. B. Vins de Pays de l’Ardèche
  • Vins de Pays à Dénomination de Zone (mit Zonenbezeichnung), z. B. Vins de Pays des Côtes de Gascogne
  • Vins de Pays à Dénomination Régionale (mit Regional-bezeichnung), z. B. Vins de Pays d’Oc

Darüber hinaus existieren noch die Vins de Pays Cépages (rebsortenreine Landweine), die zu 100 Prozent aus einer einzigen Rebsorte bestehen. Die Rebsortenlandweine, die innerhalb von nur zehn Jahren für Furore gesorgt haben, haben sich zur dynamischsten Kategorie unter den französischen Weinen gemausert

 
 

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