Weinanbaugebiet Rioja

Rioja autonome Region im Nordosten von Spanien, 5034 qm, 263 000 Einwohner, Hauptstadt Logroño; Weinanbau im Tal des Ebro.

Selbst wenn andere Weinanbaugebiete der Iberischen Halbinsel in den letzten Jahren qualitativ stark aufgeholt haben, darf die Rioja auch weiterhin als die traditionelle Adresse hervorragender Weine aus Spanien angesehen werden. Dies gilt natrlich in erster Linie für die trockenen und schweren Rotweine, die durchweg ein für die Rioja besonders typisches, kräftiges Faßaroma aufweisen, das sich harmonisch in die anderen Komponenten dieser Spitzenweine einfügt. Rotweine aus der Rioja entstehen größtenteils aus den Trauben Tempranillo und dunkler Garnacha. Die Weißweine, weniger bekannt, aber zweifellos ebenfalls beachtenswert, werden vornehmlich aus Viura gewonnen.

Weintrinker oder nicht, jeder kennt den  Rioja aus Spanien. Wie der Name schon verrät haben wir diesen  spanischen Wein dem Weinanbau in der Region La Rioja zu verdanken. Ein sehr bekanntes Weinanbaugebiet in Spanien.

Die Ursprünge des Weinanbaues in der Rioja lassen sich nicht ganz lückenlos zurückverfolgen. Man nimmt jedoch an, dass im 11. und 12. Jahrhundert die Benediktiner-Mönche mit dem Weinanbau in der Rioja begannen. Sie bauten einfache Weine an, die zum sofortigen Verbrauch bestimmt und daher nicht von besonderen Qualität waren.

Der Umschwung zur Herstellung von Qualitätsweinen begann mit einer “Naturkatastrophe” in einer ganz anderen Region, im französischen Bordeaux. Als dort in den Jahren 1852, 1862 und 1867 verschiedene Reblausarten die Anbaugebiete heimgesucht und verwüstet hatten, begann man sich nach alternativen Lieferquellen umzusehen um weiterhin lieferfähig zu sein.

Die Rioja-Weine waren den Winzern des Bordeaux wohlbekannt, nutzte man sie in schlechten Jahren doch, um durch deren Hinzugabe dem Bordelais mehr Körper zu verleihen. Mit französischem Kapital ausgestattet trug der Technoligietransfer im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. Durch die verbesserten Anbau- und Ausleseverfahren konnte mehr Wein erzeugt werden, der aufgrund der verbesserten Keltermethoden und der Verwendung von französischen Eichenfässern von einer deutlich höheren Qualität war. Dadurch konnten in Europa neue Absatzmärkte, vorwiegend in Frankreich, erschlossen werden.

Nachdem am Anfang des 20. Jahrhunderts die Bordeauxwinzer ihre Reblauskrise in den Griff bekamen, zogen sie sich aus der Rioja zurück. Die Tradition einen klassischen Rotwein nach den französischen Regeln der Weinkelterei in Eichenfässern zu erzeugen, wurde von den spanischen Winzern übernommen. Die von den Franzosen gegründeten Kellereien gehören im Übrigen auch heute noch zu den besten dieser Regio

 
 

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