Die Mühlsteine

Die Mühlsteine

Mühlsteine können in unterschiedlicher Weise beschlagen werden, wobei zur Ausübung dieses alten Handwerks kaum noch jemand in der Lage ist, da dieser Beruf parallel mit der Abnahme der funktionstüchtigen Mühlen an Interessenten verloren hat.

Jeder Mühlstein muß ab und an mit der Mühlenbille - dem Mühlenhammer - geschärft werden, das bedeutet daß die Rillen durch die die Maische abfließt bzw. durch die sie aufgrund der Drehbewegung nach außen getrieben wird, wieder vertieft werden müssen. Die Rillen im Mühlstein könen dabei normalerweise nicht gleichmäßig bearbeitet werden, sondern entsprechend ihrer Abnutzung, die außen stärker erfolgt als innen, im Zentrum der Mahlfläche.
 
Meistens muß zuerst der untere, weil feststehende Mühlstein ersetzt werden, stattdessen tauscht man im allgemeinen den oberen Mühlstein gegen den unteren und kauft einen neuen für die obere Position.

Der Mühlstein nutzt sich aber glücklicherweise durch das Mahlen von Senf nur wenig ab, der Abtrieb ist gering - von daher sind wir von dieser Problematik nicht so sehr betroffen. Trotzdem muß auch unser Mühlstein ab und an bearbeitet werden. Viele Jahre lang hat dies Herr Effelberg aus einer benachbarten ehemaligen Kornmühle, der Blumenauer Mühle, die aber nicht mehr in Betrieb ist, vorgenommen. Nach seinem Tod mußte Guido Breuer diese Arbeit - so weit es ihm möglich ist - selbst übernehmen.

1994 war der Galgen, über den der Mühlstein zum Reinigen und Schleifen gehoben werden kann, nach ca, 100 Jahren bei uns in Gebrauch so sehr gerostet, daß er die Last des Mühlsteins nicht mehr tragen konnte und abbrach. Leider fiel dabei der eigentlich noch gebrauchsfähige Mühlstein zu Boden und zerbrach.

Der Kauf eines neuen Mühlsteines erwies sich nun allerdings als ein Problem. Im Hunsrück in Irmenach, sollte ein Herr Kley, bekannt als Mühlenbauer, wohnen. Der war, als endlich gefunden, in seinem hohen Alter aber leider nicht mehr in der Lage, einen Mühlstein wie vor Jahren von Hand zu scharieren.

Da die Handwerkerzunft der Mühlenbauer in Deutschland kaum noch vertreten ist, sind wir schließlich im Kreis Mayen auf die Suche gegangen, in der Hoffnung, hier im Basalt-Gebiet. einen Mühlstein erwerben zu können. Meist ernteten wir nur ein bedauerndes Schulterzucken, aber letztendlich sind wir doch fündig geworden. Der Steinmetzbetrieb Geilen in Niedermendig hat uns weitergeholfen. Aus einem schweren schwarzen Basaltlavastein wurde mit der Diamantsäge ein für uns passender Mühlstein gesägt, das Rillensystem, die sogenannte Bogenschärfe, wurde vom alten Stein kopiert und in den neuen Mühlstein eingearbeitet.

(Siehe auch "Vergessene Künste, Bilder vom alten Handwerk", John Seymour, Otto Maier, Ravensburg, 1984)

 

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